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Liberale im Landkreis WolfenbüttelForum der FDP-Verbände und ihrer Vorfeldorganisationen
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| FDP lehnt Beitritt zum Rechtshilfefonds ASSE II ab :: Asse II |
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Jochen Hoffmann Basismitglied

Anmeldungsdatum: 23.11.2006 Beiträge: 93 Wohnort: Ampleben

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Verfasst am: 03 Dez 2006 16:23 Titel: Asse II -Verunsicherung |
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Sehr geehrte Bürger und Parteifreunde,
es ist immer wieder zu bewundern, oder ist es Anlass zur Besorgniss? Das Berufspolitiker hier insbesondere die der Grünen und der SPD, auf das kurze Gedächtniss der Bürger setzten und der Landesregierung Versäumnisse vorwerfen die in eigener Verantwortung früherer Legislaturen ebenso gehandhabt wurden.
Das Geschrei um Asse II, das die schon seit Jahren verunsicherten Bürger der näheren Umgebung, immer auf´s neue Aufschreckt, wird auch von örtlichen Kommunalpolitikern aller Parteien, besonders zu Komunalwahlen, gerne genutzt um Stimmen und Stimmung zu machen.
Ich halte es für sehr bedauerlich und gefährlich, dass die politisch Handelnden mit diesem sensiblen Themen der Kernenergie und der Entsorgung die daraus resultiert, den Bürger je nach Stimmungslage und Parteizugehörigkeit vor sich hertreibt.
Auch für mich währe eine wissenschaftliche fundierte Informationspolitik hilfreich. Leider sind Informationen zu diesem Thema immer politisch oder wirtschaftlich gefärbt und der zu recht verunsicherte Bürger bleibt auf der Strecke. Einen erfrischend offenen und Informativen Beitrag zur letzten Jagt auf Umweltminister Sander, zum Thema Asse II können Sie im Anhang als PDF-Datei lesen. Es ist die Rede von MdL C.Dürr vom 8.11.d.J.
Ich freue mich auf Ihren Diskussionsbeitrag!
Jochen Hoffmann
Ratsherr SG Schöppenstedt
FDP |
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Frank Preller Beisitzer

Anmeldungsdatum: 12.08.2006 Beiträge: 202 Wohnort: Wolfenbüttel

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Verfasst am: 05 Dez 2006 10:02 Titel: |
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Hallo Jochen,
welcome in this lustige Forum.
Vor einiger Zeit haben wir Schacht Konrad besucht. Das ist deshalb das einzige, wozu ich mich wirklich äußern kann.
Interessant war zu bemerken, wie die ganzen Schauermärchen über die Sicherheit von Zwischen- und Endlagern (Pfützen usw.) in sich zerfielen. Die Öffentlichkeit wird daran gehindert, sich selbst ein Bild zu machen - das ist der eigentliche Skandal. Die einzigen, die den Atommüll missbrauchen, sind die Grünen. Atommüll heißt auch Bauteile von Röntgengeräten usw., ohne Strahlung keine Dickenmessung bei der Stahlherstellung. Das kann man so fortführen. Insbesondere in unserer Region sollte man deshalb eher konstruktiv mit dem Thema umgehen. Die Lagerung ist ein technisches Thema, wo definierte Sicherheiten seit jeher eine Rolle spielen. Das beste Konzept sollte Thema auch kommunaler Politiker sein - nicht die größtmögliche Verunsicherung.
Vor Parteien und deren Politikern, die Ängste jedweder Art schüren, weil sie diese zum Überleben brauchen, kann der Demokrat eigentlich nur warnen. _________________ Die Karl-May-Gesellschaft tagt im Oktober 2011 in Wolfenbüttel: http://www.wf-guide.de/index.php/Karl_May |
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Jochen Hoffmann Basismitglied

Anmeldungsdatum: 23.11.2006 Beiträge: 93 Wohnort: Ampleben

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Björn Försterling Schriftführer
Anmeldungsdatum: 06.11.2006 Beiträge: 352 Wohnort: Wolfenbüttel

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Verfasst am: 10 Dez 2006 14:06 Titel: Infos aus dem Kreistag - ASSE II |
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Hallo Jochen,
Sehr geehrte Interessenten,
in der letzten Zeit ist es wieder etwas lauter um das Thema ASSE II geworden. Während in der Region das Thema immer wieder aktuell war ist es nun auch auf Landes- und Bundesebene angekommen. Leider nicht, um die Probleme zu lösen, sondern um den Laugeneintritt und die damit in Zusammenhang stehenden Probleme politisch zu instrumentalisieren. Damit ist in unserer Region niemandem geholfen. Die Menschen in unserer Region benötigen klare Antworten auf die Frage nach der Langzeitsicherheit. Insbesondere die Grünen auf Bundes- und Landesebene tragen hierzu nichts bei.
Für mich stellt sich die Situation wie folgt dar:
1. In dem ehemaligen Bergwerk wurde schwach und mittelradioaktiver Atommüll eingelagert. Es wurde kein hochradioaktiver Atommüll eingelagert.
2. Die Sicherheit des Grubengebäudes ist nur bis 2017 gewährleistet. Danach ist die Standsicherheit nicht mehr gegeben.
3. Nach dem Gutachten der Firma Fichtner Consulting würde eine Rückholung bis 2030 dauern und ebenfalls mit hohen Risiken behaftet sein. Der zurückgeholte Atommüll müsste ebenfalls endgelagert werden.
4. Täglich treten rund 12,5 Kubikmeter Lauge in den Schacht ein.
Aus dieser Ausgangssituation, die wahrlich nicht einfach ist, muss nun das "Beste" gemacht werden. Es ist also zu überlegen, welche Möglichkeiten man hat und welche Risiken man eingeht. Hierbei kann und muss sich die Bevölkerung und die Politik auf Expertenmeinungen verlassen können. Daher ist es notwendig, dass sämtliche Experten ihre politische Couleur ignorieren und zum Wohle der Bevölkerung arbeiten. Es ist daher notwendig, dass der Öffentlichkeit alle Fakten offengelegt werden, damit diese auch von unabhängigen (weder von der Industrie, noch von Umweltverbänden) Experten beurteilt werden können.
Die derzeitige Diskussion beschränkt sich jedoch leider auf die Frage nach der Art des Schließungsverfahrens. Bergrecht oder Atomrecht, diese Frage scheint für alle die entscheidende zu sein. Hierbei muss allerdings beachtet werden, dass, egal welches Verfahren zur Anwendung kommt, am Ende der Asseschacht geschlossen ist. Von Seiten der Verantwortlichen wird m.E. zurzeit das Bergrecht bevorzugt, da das Atomrecht die hohe Gefahr der politischen Instrumentalisierung mit sich bringt. Nach Atomrecht kann jeder Bürger, egal ob in München, Hamburg oder Dresden sesshaft, gegen das Schließungsverfahren klagen. Auch Verbände sind klageberechtigt. Es besteht also die große Gefahr, dass das Schließungsverfahren politisch instrumentalisiert wird für die Auseinandersetzung um die Atomkraft. Dieses würde den Menschen in Region nicht helfen.
Für die FDP sind die Menschen in dieser Region, die jetzt mit den geschaffenen Fakten leben müssen, das wichtigste Argument in der Diskussion. Daher müssen alle Anstrengungen unternommen werden um zu einer sicheren Lösung zu kommen.
Die FDP und CDU Kreistagsabgeordneten werden daher am kommenden Mittwoch in Hannover mit dem nds. Umweltminister und weiteren Vertretern des Ministeriums zusammenkommen, um sich zu informieren und weiter an einer Lösung des Problems zu arbeiten.
Anfang Januar werden Vertreter der FDP-Bundestags- und Landtagsfraktion die Schachtanlage besuchen, um sich selbst einen Überblick zu verschaffen.
Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Björn Försterling |
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Jochen Hoffmann Basismitglied

Anmeldungsdatum: 23.11.2006 Beiträge: 93 Wohnort: Ampleben

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Verfasst am: 16 Dez 2006 20:22 Titel: Newsclick |
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Nachfolgender Artikel UNTEN aus www.newsclick.de
offenbart die Tendenz der genannten Akteure zur Schliessung und Überwachung des Asse-Schachtes. Stellt sich mir natürlich die Frage wenn die Schließung der Anlage bis 2017 die sicherste Lösung ist wozu dann eine Überwachung? Oder anders herum wenn eine Überwachung notwendig ist, bestehen dann Zweifel an der Sicherheit?
Und warum ist Herr Oesterhellweg erst per Petition für eine Schließung gem. Atomrecht und jetzt für eine, angesichts hoher Kosten, evtl. sichere Lösung.
Gespannt bin ich auf die Zielsetzung eines so genannten "Asse-Gipfels". Ich vermute das besorgte Bürger nicht begeistert von dieser Veranstalltung weggehen werden,(Wenn sie denn dabei sein dürfen) da sich an der Situation nicht´s ändern wird. Wir werden uns noch weiter mit den Hinterlassenschaften einer Politikergeneration befassen müssen die zum Wohle des Landes und der Bürger entschieden haben wollen, aber die Bürger nicht gefragt haben ob sie den so viel Wohlwollen ertragen können. In einem Punkt stimme ich mit allen Akteuren überein: Es muß die sicherste Lösung gefunden werden und ich füge hinzu, für die nächsten und übernächsten Generationen.
Jochen Hoffmann
FDP- Schöppenstedt
Ratsherr der SG-Schöppenstedt
Oesterhelweg initiiert "Gipfel-Gespräche"
Von Thomas Stechert
REMLINGEN/HANNOVER. Die Würfel sind offenbar gefallen, denn die Zeit drängt: Die radioaktiven Abfälle sollen im Forschungsbergwerk Asse bei Remlingen bleiben; die Schachtanlage soll so schnell wie möglich, aber kontrolliert geschlossen werden; und an die Schließung, Termin ist inzwischen das Jahr 2017 (ursprünglich 2013), soll sich eine langfristige Strahlungsüberwachung anschließen.
Diese Grundposition von Landesumwelt- und Bundesforschungsministerium wurde nun in einem Treffen von örtlichen CDU- und FDP-Kommunalpolitikern sowie Vertretern landwirtschaftlicher Verbände mit Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander bestätigt. Diese Gesprächsrunde in Hannover hatte der hiesige CDU-Landtagsabgeordnete Frank Oesterhelweg initiiert (siehe auch Titelseite).
"Der Berg ist in Bewegung", sagte Oesterhelweg gestern unserer Zeitung, "laut Gutachten ist die Standsicherheit der Grube nur noch bis 2017 gegeben." Die sicherste Lösung sei deshalb eine möglichst schnelle Verfüllung und kontrollierte Schließung der Anlage. Und lange über die Schließung hinaus müsse eine Strahlungsüberwachung erfolgen.
Eine Rückholung der radioaktiven Abfälle berge zu hohe Risiken und würde vermutlich bis in die 30er Jahre dauern, also weit über die Standsicherheits-Prognose hinaus. Die möglichen Kosten für eine Rückholung bezifferte Oesterhelweg auf 2,5 Milliarden Euro – wobei hinsichtlich der übergeordneten Sicherheitsaspekte Kosten aber keine Rolle spielten, wie Dietmar Fricke (Asse-CDU) anmerkte.
Weiteres Ergebnis des Gesprächs in Hannover: "Die Öffentlichkeit muss noch besser, noch intensiver und noch dauerhafter über das gesamte Asse-Verfahren informiert werden", berichtete Oesterhelweg.
In diesem Zusammenhang will Sander ein Treffen mit Bundesforschungsministerin Annette Schavan (zuständig für das Forschungsbergwerk) und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (zuständig für Endlager) arrangieren. An diesem Gespräch sollen auch Politiker aus Wolfenbüttel beteiligt werden.
Oesterhelweg will außerdem zu einem lokalen "Asse-Gipfelgespräch" Anfang 2007 einladen. An diesem Treffen sollen Vertreter des Umweltministeriums, des Asse-Betreibers GSF, der Kreistagsfraktionen, der betroffenen Kommunen sowie der atomkritischen Initiativen beteiligt werden.
Freitag, 15.12.2006
© Braunschweiger Zeitungsverlag 2006 |
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Björn Försterling Schriftführer
Anmeldungsdatum: 06.11.2006 Beiträge: 352 Wohnort: Wolfenbüttel

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Verfasst am: 17 Dez 2006 15:22 Titel: Warum Überwachung? |
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Hallo Jochen,
du hast absolut recht, dass es aus rationellen Gesichtspunkten keinen Sinn macht etwas Sicheres dauerhaft zu überwachen. Das Problem ist aber, dass das Thema Asse II nicht nur rational, sondern auch sehr emotional diskutiert wird. Wenn man von einer dauerhaften Überwachung abgehen würde, hätten die Menschen wahrscheinlich das Gefühl, dass die GSF und die Politik den Deckel draufmachen und die Menschen dann alleine lassen. Das wäre, denke ich, auch keine gute Lösung. Also bleibt nur eine dauerhafte Überwachung und Information (damit auch nachfolgende Generationen wissen was dort unten liegt). Lieber eine dauerhafte Überwachung ohne Feststellungen, als keine Überwachung und dann doch irgendwann (wir reden ja über 100.000 Jahre) Austritt von Radioaktivität.
Im Gespräch im Ministerium ist deutlich geworden, dass die Schließung die sicherste Lösung sei. Es wurden auch andere Optionen diskutiert, die ich mitunter eingebracht habe, die aber aufgrund der Standfestigkeit des Bergwerks nicht möglich sind.
Die Resolution des Kreistags spricht sich im Übrigen nicht zwingend für eine Schließung nach Atomrecht aus, sondern für die materielle Gleichstellung. Am Ende wird bei beiden Verfahren der Deckel drauf sein und wir werden in der Tat bis an unserer Ende damit leben müssen und hinterlassen den künftigen Generationen eine schweres Erbe.
Die Unterlagen, die es im Ministerium gab, lasse ich dir zukommen. Wenn du noch weitere Infos benötigst, melde dich einfach bei mir. Wenn du im Januar mit in den Schacht einfahren möchtest, dann kannst du dich auch einfach bei mir melden.
Grüße
Björn |
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Björn Försterling Schriftführer
Anmeldungsdatum: 06.11.2006 Beiträge: 352 Wohnort: Wolfenbüttel

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Verfasst am: 05 Jan 2007 15:54 Titel: Stellungnahme zur Verunsicherungspolitik der Grünen |
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Zu dem Vorwurf der Kreistagsfraktion der Grünen, die „Konsenslinie ohne Not verlassen“ zu haben erklären der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion Björn Försterling, die stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden Ralf Mühlenkamp und Horst Hopert und der CDU Sprecher im Umweltausschuss Uwe Lagosky:
„CDU und FDP treten für gefundenen Konsens ein!“
Mit einiger Verwunderung haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Grünen im Kreistag CDU und FDP das Verlassen der Konsenslinie vorwerfen. Dieses weisen wir, die CDU und FDP-Kreistagsfraktionen entschieden zurück. Vielmehr haben sich CDU und FDP in der jüngsten Zeit gemeinsam für eine sachorientierte Debatte und eine baldige sichere Lösung des Problems ASSE II eingesetzt.
Mit dem Besuch der FDP und CDU Politiker beim Niedersächsischen Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) haben wir uns von den Experten des Umweltministeriums informieren lassen und konnten zusätzlich erreichen, dass sowohl der Minister, als auch die Mitarbeiter des Ministeriums für die Sorgen der Menschen aus dem Landkreis Wolfenbüttel sensibilisiert worden sind. Unsere Anmerkungen im Umweltministerium wurden sehr ernst genommen, was auch die anschließende Reaktion des Umweltministers belegt. Auch wurde einhellig für die gemeinsame Resolution vom Kreistag und den Samtgemeinden Asse und Schöppenstedt geworben. Diese gemeinsame Linie wurde nicht verlassen.
Das Ziel, die Belastungen für die Bevölkerung und die Umwelt zu minimieren, trägt unseres Erachtens auch das Niedersächsische Umweltministerium, denn uns wurde zugesagt, dass für eine Genehmigung des noch vorzulegenden Abschlussbetriebsplans das Minimierungsgebot gelte.
Das Ziel, das bergrechtliche Genehmigungsverfahren für den Abschlussbetriebsplan auf freiwilliger Basis so zu ergänzen, dass es materiell einem atomrechtlichen Verfahren entspricht, wird ebenfalls vom Niedersächsischen Umweltministerium getragen. Insbesondere enthält die Zulassung des Rahmenbetriebsplans den Hinweis, dass die ortsansässige, interessierte Öffentlichkeit, in Abstimmung mit dem zuständigen Niedersächsischen Ministerium und der Bergverwaltung, in geeigneter Weise zu informieren ist. Es sollen daher keine Entscheidungen an der Öffentlichkeit vorbei getroffen werden.
Insbesondere das Ziel, zu gewährleisten, dass langfristig alle relevanten Parameter im Bereich der Schachtanlage sowie in der Umgebung gemessen werden, ist im Niedersächsischen Umweltministerium nochmals deutlich angesprochen worden. Der Umweltminister und auch seine Mitarbeiter haben dieses nach unserer Auffassung nachhaltig zur Kenntnis genommen und werden dieses Ziel ebenso verfolgen.
Die Forderung an die Bundesrepublik Deutschland, das Endlager auf Dauer zu betreiben und auf der Schachtanlage Asse II eine Informationsstelle einzurichten, kann durch das erreichte gemeinsame Gespräch zwischen Vertretern aller im Kreistag vertretenen Parteien, dem Niedersächsischen Umweltministerium und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung an der geeigneten und zuständigen Stelle angebracht werden.
Es bleibt daher festzustellen, dass CDU und FDP die Konsenslinie nicht verlassen haben, sondern den Konsens im Sinne der Resolution vorangetrieben haben.
Es scheint den Grünen nicht bewusst zu sein, dass die Standsicherheit des Grubengebäudes nur noch bis 2017 gewährleistet ist. Wir müssen daher zu einer verhältnismäßig schnellen und absolut sicheren Lösung kommen. Die Grünen scheinen die Studie der Firma Fichtner Consulting nicht zur Kenntnis genommen zu haben. Hier wurde bereits die Option der Rückholung geprüft und man ist zum Schluss gekommen, dass die Fakten für einen geordneten Verschluss des Bergwerkes sprechen.
Wir appellieren daher an die Grünen, gemeinsam mit den anderen Kreistagsfraktionen die Resolution des Kreistages weiter voranzutreiben und dafür auch zu werben.
Die FDP wird dieses im Januar machen und gemeinsam mit Vertretern der Bundes- und Landtagsfraktion in den Schacht einfahren.
Zu dem Gespräch der Kreistagsdelegation mit dem Umweltausschussvorsitzenden des Landtages Herrn Dehde ist zu sagen, dass man es Herrn Sander nachsehen sollte, wenn er während einer Plenarsitzung seinen Verpflichtungen nachkommen muss und nicht ohne weiteres einen Termin einschieben kann, von dem er morgens erfährt.
Der Termin der Vertreter von CDU und FDP, am 13.12.2006, war bereits weit im Vorfeld der Sitzung des Kreisumweltausschusses vereinbart und wurde auch im Vorfeld öffentlich bekannt gemacht.
Wir müssen gemeinsam an einer Lösung arbeiten und sollten nicht versuchen, daraus politisches Kapital zu schlagen. |
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Jochen Hoffmann Basismitglied

Anmeldungsdatum: 23.11.2006 Beiträge: 93 Wohnort: Ampleben

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Verfasst am: 25 Jan 2007 11:35 Titel: FDP besucht die Schachtanlage Asse II 23.01.2007 |
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Hannover. Abgeordnete der FDP-Bundestags- und Landtagsfraktion, darunter der Umweltpoltische Sprecher der FDP Landtagsfraktion Christian Dürr, sowie FDP-Vertreter im Kreistag Wolfenbüttel und FDP-Mitglieder der Samtgemeinderäte Baddeckenstedt und Schöppenstedt sowie Wissenschaftler des FDP-Fachausschusses Umwelt der FDP Niedersachsen statteten am Donnerstag, den 11. Januar 2007 dem Forschungsbergwerk Asse des GSF-Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit einen Informationsbesuch ab, um sich zum Sachstand der Sicherheit des Bergwerks und der eingelagerten radioaktiven Abfälle zu informieren.Der Informationsbesuch ergab folgende Fakten zum aktuellen Sachstand des Bergwerks: Im Salzbergwerk Asse II wurden von 1909 bis 1925 Kalisalze (Carnallit KCl∙MgCl2∙6H2O) gewonnen. Von 1916 bis 1964 wurde Steinsalz (Halit NaCl) abgebaut. Nach der Einstellung des Gewinnungsbergbaus im Jahr 1964 waren Hohlräume von insgesamt ca. 5 Mio.m3 aufgefahren, von denen heute noch ca. 500.000 m³ unverfüllt sind. Im Jahre 1965 wurde die Schachtanlage durch das GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit im Auftrag des Bundes erworben, um Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet der Tieflagerung radioaktiver Abfälle durchzuführen. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden zur Erprobung von Einlagerungstechniken in der Zeit von 1967 bis 1978 ca. 125.000 Gebinde mit schwachradioaktiven Abfällen und ca. 1.300 Gebinde mit mittelradioaktiven Abfällen eingelagert. Nach 1979 wurden nur noch Forschungs- und Entwicklungsarbeiten ohne radioaktive Abfälle durchgeführt. Ab 1993 wurde die Projektmittelförderung des Bundes für die seit langer Zeit im Forschungsbergwerk Asse laufenden Großversuche eingestellt, so dass für das Bergwerk keine Verwendung bestand. Seit dieser Zeit sind die Arbeiten zur Schließung der Schachtanlage aufgenommen und bis heute fortgeführt worden.Die eingelagerten Abfallgebinde stammen zum größten Teil aus dem Bereich der Forschung und wurden nach Bergrecht eingelagert. Hierfür erteilte die zuständige Bergbehörde jeweils Einlagerungsgenehmigungen auf der Grundlage des Atomgesetzes (1959) und der 1. Strahlenschutzverordnung (1965). Die stoffliche Zusammensetzung der eingelagerten radioaktiven Abfälle ist im Rahmen einer umfangreichen Nacherhebung ermittelt worden. Insgesamt wurden ca. 89.000 Tonnen Abfallmaterialien eingelagert. Mehr als 2/3 des stofflichen Inventars entfallen hierbei auf die inaktiven Behälter- bzw. Verfestigungsmaterialien. Der verbleibende Rest ist der eigentliche Abfall, der mit radioaktiven Stoffen kontaminiert ist. Hierbei handelt es sich um Materialien, die durch den Umgang mit radioaktiven Stoffen kontaminiert wurden, wie z. B. Metalle, Böden, Betonreste, Zellulose und Kunststoffe. Die Arbeiten in der Schachtanlage unterliegen dem Bundesberggesetz und werden von der niedersächsischen Bergbehörde genehmigt und überwacht. Durch die Bergaufsicht des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) war und ist die niedersächsische Landesregierung in der Vergangenheit bis heute über alle Ereignisse, Vorgänge und Arbeiten in der Schachtanlage Asse voll umfänglich informiert und an den Entscheidungsfindungen beteiligt.So ist auch das LBEG als Aufsichtsbehörde über die Laugenzutritte, die seit 1988 auftreten, voll informiert. Bei den Laugenzutritten handelt es sich um eine an NaCl gesättigte Lösung, die derzeit in einer Menge von ca. 11,5 m³/Tag aufgefangen wird. Die gesamte Menge an zugetretener Lauge beläuft sich seit 1988 auf ca. 53.000 m³. Das Problem des Laugenzutritts ist auf die damalige Durchführung des Gewinnungsbergbaus zurückzuführen, da der Salzabbau zu nahe am Salzsattelrand erfolgte. Die leergeförderten Hohlräume aus dem Salzabbau blieben unverfüllt stehen, was zu einer Auflockerung des anstehenden Salzgesteins im Salzsattelrandbereich führte. Durch die aufgelockerten Bereiche im Salzgebirge sickert aus dem benachbarten Gebirge Lauge in die aufgefahrenen Grubenbaue ein. Da es sich bei den im Nachbargestein anstehenden Tiefenwässern um eine an NaCl gesättigte Sole handelt - im bergmännischen Sprachgebrauch werden diese als Laugen bezeichnet - wird durch diese Laugenzutritte kein Steinsalz angelöst. Die gesättigte NaCl-Sole kann jedoch in dem anstehenden Kalisalzgestein (Carnallitit) durch Zersetzungsprozesse zu einer Entfestigung des Gebirges führen. Um diese Entfestigung während der Betriebsphase zu verhindern, werden die Laugen derzeit aufgefangen und von der Kali- und Steinsalzindustrie zur Flutung anderer Bergwerke genutzt. Im Rahmen der laufenden Stilllegungsarbeiten bzw. der bergmännischen Verwahrung der Schachtanlage Asse ist vorgesehen, alle aufgefahrenen Hohlräume vollständig zu verfüllen und Strömungsbarrieren einzubauen, um eine Migration der NaCl-Laugenzuflüsse zu verhindern. Aus diesem Grund werden die restlichen Hohlräume (Porenräume) des Bergwerks mit Schutzfluid, einer MgCl2-Lösung, verfüllt, so dass keine Entfestigung des Carnallitit-Gesteins eintreten kann. Nach Abschluss der Hohlraumverfüllung werden die Schächte verschlossen. Für diese Stilllegungsarbeiten stehen erprobte Verfahren des Bergbaus zur Verfügung. Im Rahmen des Abschlussbetriebsplans zur Schließung der Grube wurde ein Langzeitsicherheitsnachweis erarbeitet, der in diesem Jahr vorliegen soll. Selbst unter der Annahme ungünstigster Szenarien ist langfristig über zehntausende von Jahren mit keiner gefährlichen, d. h. über den zulässigen Grenzwerten liegenden Kontamination der Biosphäre zu rechnen. Die aktuellen Forderungen aus dem Bereich der rot-grünen Politik sowie deren Interessenverbände über eine Auslagerung der damals zu Forschungszwecken eingelagerten schwach- und mittelradioaktiven Abfälle entbehren daher jeder technischen und naturwissenschaftlichen Grundlage. Im Gegenteil würde eine Auslagerung der Abfälle nach einer aktuell angefertigten ingenieurtechnischen Untersuchung einen Zeitraum von 25 Jahren in Anspruch nehmen, was mit einer anhaltenden geotechnischen Auflockerung des Salzstockes und den damit verbundenen Risiken eines möglichen Verbruchs im Bergwerk oder mit einer drastischen Erhöhung des Salzlösungszutritts verbunden wäre. In der politischen Bewertung sind sich die Vertreter der FDP einig, dass die derzeit von rot-grüner Seite aufgeworfene Diskussion zur Sicherheit der Schachtanlage Asse eine unverantwortliche Stimmungsmache darstellt, mit der im Hinblick auf die Endlagerung radioaktiver Abfälle in der Bevölkerung Ängste und Panik erzeugt werden sollen. Mit virtuellen und unrealistischen Bedrohungsszenarien versucht die Anti-Atomlobby fernab der naturwissenschaftlichen und technischen Realität die Ergebnisse langjähriger gewissenhafter und sorgfältiger Forschungsarbeiten zu konterkarieren, um damit Stimmung gegen eine Fortsetzung der Erkundungsarbeiten am Salzstock Gorleben zu bewirken. Die Anti-Atomlobby lässt hierbei ganz bewusst außer Acht, dass die Problematik der Laugenzutritte in der Asse eine typische Erscheinung des Bergbaus zur Gewinnung von Salzen darstellen und in keiner Weise auf den Endlagerbergbau übertragen werden können, was allein schon daran zu erkennen ist, dass bei der Erstellung eines Endlagers nur Bruchteile des Hohlraums eines Gewinnungsbergbaus aufgefahren werden. Zu einer der grundlegenden Prinzipien des Endlagerbergbaus zählen die großen Sicherheitsabstände der Grubenbaue zum Nachbargebirge am Salzstockrand, während im Gewinnungsbergbau die kostengünstige Förderung von Salzen unter Inkaufnahme von Risiken im Fordergrund steht. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, der auch versucht aus der Problematik der Laugenzutritte in der Schachtanlage Asse politisches Kapital zu schlagen, verliert jedwede Glaubwürdigkeit vor dem Hintergrund, dass diese Problematik der Niedersächsischen Landesregierung durch Information der Niedersächsischen Bergbehörde seit 1988 im Detail bekannt war. In der Zeit von der SPD geführten Landesregierung von Juni 1990 bis Februar 2003 hätten also genügend Gelegenheiten für Maßnahmen zur Gefahrenabwehr bestanden, sofern denn die Situation auf der Asse von der niedersächsischen Bergbehörde als ernsthafte Gefährdung angesehen worden wäre. Der sowohl schon skrupellos zu nennende leichtfertige Umgang mit den Ängsten der Bevölkerung als auch der fachlich völlig falsche Bezug zum Standort Gorleben durch den Umweltminister ist nicht hinnehmbar. Wir fordern daher Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel auf, auf ihren Umweltminister einzuwirken, damit dieser zu einer seriösen und fachlich fundierten Politik zurückkehrt.
Frau Angelika Brunkhorst MdB FDP Bundestagsfraktion
Herr Christian Dürr MdL FDP Fraktion im Niedersächsischen Landtag
Herr Björn Försterling FDP Fraktion im Kreistag Wolfenbüttel
PD Dr.Ing. Hans-Joachim Schneider Landesfachausschuss Umwelt und Energie der FDP Niedersachsen
Herr Jochen Hoffmann FDP Ratsherr Samtgemeinde Schöppenstedt
Quelle: FDP-Landtagsfraktion |
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Jochen Hoffmann Basismitglied

Anmeldungsdatum: 23.11.2006 Beiträge: 93 Wohnort: Ampleben

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Verfasst am: 30 Aug 2007 11:47 Titel: Hamburger Abendblatt |
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Immer auf der Höhe der Zeit?!
Niedersachsen Ins Bergwerk mit 126 000 Fässern schwach radioaktiver
Abfälle sickert Salzlauge ein
Atommülllager Asse II droht abzusaufen
Bürgerinitiativen fordern Ausgrabung der Stoffe. Bundesumweltminister
verspricht transparente Entscheidungen.
Von Ludger Fertmann
Wolfenbüttel -
Die staatliche Gesellschaft für Strahlenforschung (GSF) hat vor
einigen Jahren einen neuen Namen bekommen, heißt jetzt ganz neutral
GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit. So einfach wie beim
Namen lässt sich das Problem der radioaktiven Strahlung in der
Realität jedoch nicht lösen: Die GSF ist Träger des
Forschungsendlagers Asse II bei Wolfenbüttel und steht deswegen mit
dem Rücken an der Wand. In Asse waren zwischen 1967 bis 1978 fast 126
000 Fässer mit je 200 Litern mit schwach radioaktivem Müll und
mittel radioaktiven Abfällen eingelagert worden - inklusive knapp 20
Kilogramm Plutonium. Nun aber droht das Bergwerk mitten in der
Vorbereitung zur endgültigen Schließung abzusaufen.
Die Zeit drängt. Noch in diesem Jahr muss eine Grundsatzentscheidung
getroffen werden. Die Alternativen: die Schließung weiter
vorantreiben oder den Müll rausholen, ehe das Wasser kommt. In beiden
Fällen sind die Folgen kaum planbar.
Im Rückblick kann heute niemand mehr schlüssig begründen, warum
Asse jemals als Versuchsendlager ausgewählt worden ist. Bereits das
Nachbarbergwerk Asse 1 ist vollgelaufen. Dabei ist der zuverlässige
Ausschluss jeder Zufuhr von Flüssigkeit die erste und wichtigste
Grundvoraussetzung für die unterirdische Lagerung von Atommüll.
Grund: Flüssigkeiten können die gefährliche radioaktive Strahlung
im Laufe von vielen Jahrzehntausenden wieder an die Oberfläche
transportieren und damit Leben gefährden. Selbst die Betreiber, so
hat es Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) auf einer
Infoveranstaltung in Wolfenbüttel erklärt, gehen inzwischen davon
aus, dass Radioaktivität austreten werde, "aber erst in einem langen
Zeitraum und unterhalb kritischer Werte".
Asse II ist ein unterirdischer Gebäudekomplex, vergleichbar mit einer
Ansammlung riesiger Wolkenkratzer mit insgesamt 500 Meter Höhe und
600 Meter Breite - alles in einer Tiefe von 500 bis 1000 Metern in
einem 150 Millionen Jahre alten Salzstock. Und weil der Mensch diesen
und benachbarte Salzstöcke für die Gewinnung von Salz regelrecht
durchlöchert hat, passierte 1988 der GAU: Seither fließen jeden Tag
rund zwölf Kubikmeter Salzlauge in das Bergwerk. Die soll nun mit
Zehntausenden Tonnen eines undurchlässigen Schutzfluids aus
Magnesiumchlorid ferngehalten werden von den längst zugeschütteten
Kammern mit den Atommüll-Fässern.
Die Bürgerinitiativen vor Ort sehen die Langzeitsicherheit nicht
gewährleistet und fordern, den Atommüll wieder auszugraben. Die
Menschen im Umfeld der Asse fürchten, die Politik wolle sich das
Problem für absehbare Zeit vom Hals schaffen, indem das Bergwerk, so
die aktuellen Planungen, im Jahr 2017 endgültig geschlossen wird.
Dann ist auch keine Rückholung mehr möglich. Bundesumweltminister
Sigmar Gabriel (SPD) mit Wahlkreis Wolfenbüttel und der
niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) haben den
Bürgern immerhin zugesichert, alle Entscheidungen würden transparent
gemacht.
Die Chancen der Betroffenen, das gerichtlich durchzusetzen, sind aber
gering. Das Forschungsbergwerk fällt nämlich nicht in die
Zuständigkeit des Bundesumweltministers und auch nicht des strengen
Atomrechts. Vielmehr gehört die GSF in den Zuständigkeitsbereich von
Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Und abgewickelt wird die
Schließung, weil das 1965 beim Kauf des Bergwerks durch die GSF noch
üblich war, nach dem allgemeinen Bergrecht. Und was immer auch nun
abgewogen wird: Der Salzstock gewährleistet nur noch bis zum Jahr
2014 die notwendige Standsicherheit.
erschienen am 29. August 2007
Vollständige Url des Artikels: http://www.abendblatt.de/daten/2007/08/29/787541.html
(c) Hamburger Abendblatt |
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Pierre Balder Vorsitzender

Anmeldungsdatum: 12.08.2006 Beiträge: 1453 Wohnort: Wolfenbüttel - Salzdahlum

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Verfasst am: 30 Aug 2007 12:13 Titel: |
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| Wenn man nicht aus der Region kommt, kann das ja durchaus ein neues Thema sein. Allerdings scheint mir der Artikel doch etwas einseitig zu sein. Vermutlich gab es nur eine Informationsquelle... |
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Frank Preller Beisitzer

Anmeldungsdatum: 12.08.2006 Beiträge: 202 Wohnort: Wolfenbüttel

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Verfasst am: 07 Jan 2008 17:53 Titel: Licht am Horizont oder ein weiteres Forschungsendlager??? |
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Forschung zur Beseitigung langlebigen radioaktiven Abfalls
Ende 2007 wurde ein neues Neutronenlabor im Forschungszentrum Dresden-
Rossendorf in Betrieb genommen. Hier soll in Zukunft untersucht
werden, wie langlebiger radioaktiver Abfall, der weltweit in
Kernkraftwerken entsteht, so umgewandelt werden kann, dass er nur noch
für historisch überschaubare Zeiten in ein Endlager eingeschlossen
werden muss. Das Phänomen wird "Transmutation" genannt. Langlebige
schwere Atomkerne wie etwa Curium oder Neptunium können durch Beschuss
mit Neutronen umgewandelt werden und in kurzlebige oder sogar stabile
Reaktionsprodukte zerfallen. Nach weniger als 1.000 Jahren haben sie
dann das natürliche Radioaktivitätsniveau erreicht.
Eines der Hauptargumente gegen Kernenergie als Energiequelle ist der
Abfall. Der gegenwärtig produzierte radioaktive Abfall muss für
mindestens 1 Million Jahre eingelagert werden, bis seine Aktivität
wieder die von natürlich vorkommenden Uranerzen erreicht hat.
Transmutation ist die einzige bekannte Methode, mit der man diese Zeit
entscheidend verkürzen kann, mit der also langlebige Radionuklide in
kurzlebige oder stabile Nuklide umgewandelt werden können. Schnelle
Neutronen spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie können seit kurzem am
Elektronenbeschleuniger ELBE in Rossendorf erzeugt werden.
Transmutationen von Atomkernen finden auch im Kosmos statt: So werden
alle chemischen Elemente oberhalb von Eisen im Periodensystem der
Elemente durch Neutroneneinfang-Prozesse in Sternen oder
Sternexplosionen gebildet. Auf die Umwandlung radioaktiven Abfalls
übertragen bedeutet das, dass ein langlebiger schwerer Atomkern wie
z.B. Plutonium oder Curium durch Beschuss mit schnellen Neutronen in
kurzlebige oder stabile Reaktionsprodukte zerfallen kann. Nach weniger
als 1.000 Jahren haben diese die meiste Radioaktivität verloren. Die
Forschung konzentriert sich auf Experimente mit Neutronen im
Energiebereich bis zu einigen Millionen Elektronvolt. Es handelt sich
um den typischen Energiebereich für Neutronen in schnellen Reaktoren.
Mit dem Experiment "nELBE" sollen zukünftig die inelastische
Neutronenstreuung, d.h. die Anregung von Atomkernen durch
Energieübertragung der Neutronen, sowie der Neutroneneinfang von
Atomkernen untersucht werden. In einem ersten Schritt sollen nicht-
radioaktive Materialien (wie z.B. Eisen oder Magnesium) mit Neutronen
beschossen werden, die für den Bau von neuen Reaktoren der so
genannten Generation IV in Frage kommen. Diese Reaktoren werden
weltweit derzeit diskutiert. Mit einer Flotte aus thermischen und
schnellen Reaktoren soll gleichzeitig Energie erzeugt und das Problem
des langlebigen radioaktiven Abfalls gelöst werden. Die Rossendorfer
Forscher wollen herausfinden, wie genau schnelle Neutronen mit Eisen
wechselwirken und im nächsten Schritt steht Strontium-88 als nicht-
radioaktiver Testfall für das Spaltprodukt Strontium-90 auf dem Plan,
um die Transmutierbarkeit von Spaltprodukten zu untersuchen.
Am FZD werden die Neutronen mit Hilfe des intensiven Elektronenstrahls
am ELBE-Beschleuniger erzeugt. Dabei wird der Elektronenstrahl auf
flüssiges Blei gelenkt und dort abgebremst. Diese technologisch sehr
komplexe Experimentieranordnung wurde gemeinsam von den FZD-Instituten
für Sicherheitsforschung und für Strahlenphysik aufgebaut. In ihr
werden pro Sekunde bis zu 10 Billionen Neutronen erzeugt. Mit Hilfe
von speziellen Detektoren kann die Flugzeit der Neutronen und damit
ihre Geschwindigkeit und Energie präzise bestimmt werden. Das
Experiment verwendet dazu als weltweit einziges einen Elektronenstrahl
von bis zu 500 kHz Wiederholrate, das bedeutet, dass 500.000 Mal in
der Sekunde ein schneller Neutronenpuls auf die Probe gelenkt werden
kann. Zusammen mit der geringen Flugstrecke von nur fünf Metern kann
somit eine sehr hohe Neutronenintensität erzeugt werden.
Weitere Informationen:
Prof. Frank-Peter Weiß
Institut für Sicherheitsforschung des FZD
Tel.: 0351 260 - 3480
Email: f.p.weiss@fzd.de
Dr. Arnd Junghans
Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD)
Institut für Strahlenphysik
Tel.: 0351 260 - 2622 / 2859
Email: a.junghans@fzd.de
Pressekontakt:
Dr. Christine Bohnet
Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD)
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bautzner Landstr. 128, 01328 Dresden
Tel.: 0351 260 - 2450 oder 0160 969 288 56
Email : c.bohnet@fzd.de
Zu dieser Mitteilung finden Sie Bilder unter der WWW-Adresse:
http://idw-online.de/pages/de/image60451
Als zylinderförmiges Objekt auf dem Bild sichtbar ist das sogenannte Bleitarget, mit dem der Neutronenstrahl abgebremst wird.
http://idw-online.de/pages/de/image60453
3DAnsicht vom Blei-Loop am Neutronenstrahlexperiment nELBE.
Die gesamte Pressemitteilung inkl. Bilder erhalten Sie unter:
http://idw-online.de/pages/de/news241922
Kontaktdaten zum Absender der Pressemitteilung stehen unter:
http://idw-online.de/pages/de/institution222 |
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Jochen Hoffmann Basismitglied

Anmeldungsdatum: 23.11.2006 Beiträge: 93 Wohnort: Ampleben

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Verfasst am: 23 Jun 2008 14:57 Titel: "Keine politische Schlacht inszenieren" |
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Gut gebrüllt Herr Gabriel!
Was macht es schon noch wenn der Bundesumweltminister, wie immer gut in Szene gesetzt, versucht die Fakten wieder in den Mittelpunkt der Diskussion zu setzten, vor dem Hintergrund das einige seiner Parteikollegen aus dem Landtag in Hannover versuchen "gute" Presse zu machen um sich mit dem Thema Asse zu profilieren. Warum Herr Gabriel zieht das Bundesumweltministerium das Verfahren nicht an sich wenn Herr Sander doch offenbar zu wenig Öffentlichkeitsarbeit aus einem laufenden Verfahren (Und das sollte er wissen das Veröffentlichungen aus einem laufenden Genehmigungsverfahren nicht möglich sind ) leistet?
Als witzig bis dramatisch kann man auch die Berichterstattung der schreibenden Zunft betrachten, jeder wie er gerade politisch motiviert ist.
Aktuelle Beispiele:
Eine Veranstaltung zwei Zeitungen
http://www.sn-online.de/newsroom/politik/zentral/politik/niedersachsen/art668,622482
http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2164/artid/8665882
http://www.stern.de/politik/deutschland/:Bergwerk-Asse-II-Risse-Atomklo/624683.html
Aktuelle Äusserungen aus der FDP-Fraktion:
http://fdp-nds.de/fdp_nds/aktuelles.php?go_target=texte&text_id=3997
Joachim Anlauf
Pressesprecher
Telefon (05 11) 30 30 - 4118
Telefax (05 11) 30 30 - 4854
Mobil (01 72) 5 99 56 32
joachim.anlauf@lt.niedersachsen.de
www.cdu-fraktion-niedersachsen.de
Silke Schaar
Pressesprecherin
Telefon (05 11) 3030 - 4302
Telefax (05 11) 3030 - 4863
christian.budde@lt.niedersachsen.de
Pressemitteilung
Nummer 56/2007
23. Juni 2008
Bode und Langspecht:
„Grüne wollen aus den Ängsten der Menschen politischen Profit schlagen“
Hannover. Nachdem Bündnis 90/Die Grünen nach ihrer heutigen Fraktionssitzung die Einsetzung eines Parlamentarischen Untersuchungsausschuss gefordert haben, erklärten der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion Jörg Bode und der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Karl-Heinrich Langspecht:
„Das Niedersächsische Umweltministerium hat seit Bekanntwerden der Messung von überhöhten Cäsium-137 Werten sehr deutlich gemacht, dass alles getan wird, um die Vorgänge in der Asse II so schnell und so gründlich wie möglich aufzuklären.
Das Umweltministerium und die Regierungskoalition aus CDU und FDP haben mehrfach erklärt, dass ein Schließungskonzept der Asse im Einvernehmen mit allen Betroffenen erarbeitet werden muss. Dieses muss die Langzeitsicherheit des Bergwerks für Mensch und Umwelt zweifelsfrei gewährleisten. Das ist aber vor allem der Auftrag von Wissenschaftlern und nicht von Politikern.
Mit ihrer Forderung nach einem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss geben die Grünen zu, dass es ihnen nicht um Aufklärung und Lösungskonzepte geht, sondern darum, aus den Ängsten der Menschen politischen Profit zu schlagen.
Der Vorwurf des Vorsitzenden der grünen Landtagsfraktion, Stefan Wenzel, Minister Hans-Heinrich Sander habe seine Fachaufsicht vernachlässigt, ist nach der Anhörung vom vergangenen Freitag geradezu absurd. Das Umweltministerium hat hinreichend dargelegt, dass es seit 1993 wiederholt nach einer eventuellen radioaktiven Belastung der Lauge gefragt habe. Wenn dann weder vom Betreiber, dem Helmholtz-Zentrum, noch vom Landesbergamt dort vorhandene Kenntnisse über Grenzwertüberschreitungen weitergegeben werden, kann dies nicht dem Umweltministerium angelastet werden. Im Übrigen hat das Ministerium die gleiche Fachaufsichtsstruktur wie vor 2003, als der heutige SPD-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Jüttner noch Umweltminister in Niedersachsen war.
Die Anhörung am Freitag hat ergeben, dass das Kernproblem die mangelhafte Information des Betreibers und des Bergamtes gewesen ist. Die schnellstmögliche Aufklärung dieses Defizits kann durch den bereits eingesetzten Sonderermittler des Umweltministeriums Staatssekretär Dr. Stefan Birkner sowie im Rahmen von Sondersitzungen des Umweltausschusses erreicht werden. Die Fraktionen von CDU und FDP werden Birkner nach allen Kräften unterstützen. Bereits in der kommenden Landtagssitzung werden wir außerdem eine Aktuelle Stunde zum Thema Asse II beantragen.
Im Übrigen wird der vom Umweltministerium bereits verhängte Stopp der Arbeiten in der Asse II auch von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel als zielführend eingeschätzt.“ |
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